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Generationen-Werk

Familie Ehmer ist seit 140 Jahren im Baugewerbe tätig

(Ein Artikel aus der Hersbrucker Zeitung vom 10. Juni 2006, Autor Oswald Kipfer)

Vor einiger Zeit hat die Bauinnung den Maurermeister Hans Ehmer für 50 Jahre Tätigkeit als Maurermeister mit dem goldenen Meisterbrief geehrt. Er führte das Bauunternehmen seit 1955 in 4. Generation. Der 74-Jährige ist heute noch gerne als Erster auf der Baustelle, obwohl er die Firma schon seinen beiden Söhnen Ewald und Jürgen übergeben hat.

Diese haben den traditionsreichen Familienbetrieb mit Energie und Geschick zu einem leistungsfähigen Bau- und Wohnungsunternehmen entwickelt.

Die Chronik der Familie Ehmer beginnt mit dem Maurer und Landwirt Christof Ehmer (geboren 1827), der 1865 in Thalheim für sich und seine Familie neben der landwirtschaftlichen Hofstelle ein neues Wohn- und Geschäftshaus errichtete. Sein Sohn Nikolaus Ehmer (geboren 1865), übernahm 1890 das Maurergeschäft und baute es zu einem richtigen Bauunternehmen mit eigenem Sandabbau und Steinbruch in Thalheim aus. Im Steinbruch wurde auch Kalk gebrannt. Der Koks für den Kalkofen wurde mit dem Pferdefuhrwerk aus Hersbruck geholt.

Aus dem örtlich vorkommenden Tuffstein und Zement wurden Mauersteine gefertigt. In seinem sauber geführten Stundenbuch für das Jahr 1913 stehen neunzehn Baumaßnahmen in Thalheim und den umliegenden Dörfern ? vom Backofen über den Schweine- und Ochsenstall und der Jauchegrube bis hin zur Maschinenhalle -, die er zusammen mit mehreren Helfern von März bis Oktober gebaut hat. Gearbeitet wurde 6 Tage in der Woche jeweils 10 Stunden.

 

In Rechnung gestellt hat er den Bauherrn für sich 45 Pfennige und für die Helfer 41 bzw. 43 Pfennige Stundenlohn. 1924 hatte der Betrieb bereits acht Beschäftige; darunter seinen Sohn Friedrich Ehmer (geboren 1901), der seit 1920 als Maurer mitarbeitete. Friedrich Ehmer übernahm 1929 den Betrieb sowie die Landwirtschaft.

 

Als strebsamer Mensch nutzte er die Wintermonate am Bau zum Handel mit Christbäumen. Er kaufte die jungen Bäume in der ganzen Umgebung auf und verkaufte sie bis 1944 am Nürnberger Christkindlesmarkt. Mit seinem Baugeschäft konnte er sich am Markt behaupten, weil er sich den Fortschritten am Bau gut anpasste. 1940 stellte er die eigene Kalkproduktion ein, da sie nicht mehr rentabel war. 1950 legte er den Steinbruch und den Sandabbau still und gab die Steinherstellung auf.

Sein Sohn Hans Ehmer (geboren 1932), der heutige Seniorchef, erlernte ab 1946 beim Vater den Maurerberuf. Er legte 1955 die Meisterprüfung als Maurermeister ab und übernahm das Baugeschäft. Begünstigt durch den großen Bedarf in der Nachkriegszeit wuchs das Bauunternehmen unter seiner Führung zu seiner heutigen Größe. Marksteine in der Entwicklung waren 1957 die Anschaffung des ersten LKW und 1961 der Kauf des ersten Baukrans.

1962 wurde der Firmensitz in Thalheim neu gebaut. 1980, die Firma zählte bereits 23 Beschäftigte, fing Sohn Ewald Ehmer (geboren 1965) als Maurerlehrling im Betrieb an; 1982 kam Sohn Jürgen Ehmer (geboren 1966) als Lehrling hinzu. Sie wuchsen langsam in den Betrieb hinein, übernahmen 1987 miteinander das Bauunternehmen vom Vater und wandelten es in eine GmbH um.

Schlüsselfertiges Bauen

1992 gründeten sie die Ehmer Wohnbau GmbH als Bauträgerunternehmen mit dem Schwerpunkt schlüsselfertiges Bauen von Wohnhäusern und Eigentumswohnungen. Si teilen sich die Führungsaufgaben. Jürgen Ehmer, der 1990 die Meisterprüfung als Maurermeister abgelegt hat, führt das Bauunternehmen. Ewald Ehmer, der 1994 sein Studium als Bauingenieur abgeschlossen hat, macht die Planungsarbeit und führt das Bauträgergeschäft.

Die beiden Unternehmer blicken mit Selbstvertrauen und Zuversicht in die Zukunft. Das technisch gut ausgestattete und leistungsfähige Bauunternehmen hat seinen Arbeitsschwerpunkt im Hochbau. Dabei werden alle anfallenden Arbeiten, einschließlich Innen- und Außenputz und Außenanlagen, erledigt. Für eine gute Auslastung sind neben den Aufträgen der eigenen Wohnbau GmbH vor allem Fremdaufträge verantwortlich.